Kritik ist irgendwie immer unangenehm. Lieber hört man sich ja Lob und positive Dinge an. Daher bauen sich auch Künstler/innen sehr gerne ein Umfeld auf, das ihnen nach dem Mund redet und in den Hintern kriecht. Sobald einmal Kritik geäußert wird, rollen Köpfe.
Mangelnde Kritikfähigkeit ist meist ein Zeichen für ein schwaches Selbstbewusstsein. Wenn jemand selbstbewusst ist, der hält auch positive Kritik aus. Ja er/sie fordert sie auch direkt ein. Genauso bauen sich selbstbewusste Menschen ein Umfeld auf, dass einen nicht ins offene Messer laufen lässt und in bestimmten Fällen Kritik äussert.
Vor aufbauender Kritik darf man auch keine Angst haben und darf sie nicht als persönlichen Angriff werten. Gute Freunde meinen es meist nur gut und wollen, dass man sich verbessert und weiterentwickelt. Damit Kritik auch geäußert wird, muss man zunächst auch für eine Grundstimmung sorgen, die gut gemeinte Kritik fördert. Das erzielt man, indem man von Zeit zu Zeit seine Freunde fragt, was man persönlich verbessern kann und welche Dinge man am besten direkt mal in Angriff nehmen kann. Erhält man dann die positive Kritik sorgt ein ehrlich gemeintes DANKE dafür, dass man auch weiterhin ehrliche Kritik bekommt.
Die Analyse des Umfelds sagt auch immer sehr viel über Menschen aus. Menschen die nicht kritikfähig sind, Kritik im Keim ersticken und sich ein toxisches Umfeld erschaffen, sollte man mit Vorsicht behandeln. Denn so wie sie andere behandeln so werden sie früher oder später auch einen selbst behandeln.
von
Jörg Backhaus


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