Die aktuelle Tour von „Saturday Night Fever“ bringt das Discofieber der 70er zurück auf die Bühne – mit beeindruckendem Bühnenbild, glitzerndem Lichtdesign und einer energiegeladenen Cast. Besonders herausragend: Alexander Auler als Tony Manero, Christian Bob als Bobby C und Shania Ochsner als Stephanie Mangano. Sie begeistern mit starker Stimme, authentischem Schauspiel und spürbarer Leidenschaft.

Fotoquelle: Susanne Sparkley (vor Ort)
Die Story rund um den 20-jährigen Tony, der in Brooklyn von einem besseren Leben träumt und seine Sorgen im Tanz vergisst, bleibt zeitlos aktuell. Zwischen familiären Konflikten, Freundschaft, Liebe und Verlust entfaltet sich eine Geschichte voller Emotionen. Als Bobby C in einer dramatischen Szene den Halt verliert, wird der Saal still – besonders beim nachfolgenden ergreifenden Lied „Immortality“, das Alexander Auler mit tiefem Gefühl interpretiert. Tränen flossen nicht nur auf der Bühne.
Eine Rezeptionistin im Hotel hatte mich vorgewarnt: „Es gibt ein paar traurige Szenen.“
Ich hatte dann zu ihr gesagt, welches Musical das nicht habe. Dass ich in diesem Musical weinen würde, dachte ich nicht.
Die Rezeptionistin hatte recht – und doch ist genau diese Mischung aus Glanz und Schmerz das, was „Saturday Night Fever“ so besonders macht.
Sprachlich bewegt sich die Inszenierung zwischen deutschen Dialogen und den englischen Bee-Gees-Songs, was dem Musical seine authentische Note verleiht. Die Produktion überzeugt insgesamt mit Charme, Energie und einem starken Ensemble – auch wenn manche Sprechtexte heute provokant wirken und den Zeitgeist der 70er widerspiegeln.
Nach München tourt das Musical weiter: 29.10.–2.11.2025 in Graz und 5.–9.11.2025 in Köln.
Ein Besuch lohnt sich – für alle, die Disco lieben, tanzen wollen und sich auch von leisen Momenten berühren lassen.
Weitere Informationen unter: https://showslot.com/saturdaynightfever/
Von Susanne Sparkley


Schreibe einen Kommentar