Top 5 der schönsten Herbstsongs – Unsere persönliche Klangzone-Auswahl

Der Herbst ist eine Jahreszeit mit zwei Gesichtern. Auf der einen Seite Kälte, Sturm und das frühe Dunkelwerden. Auf der anderen Seite schimmern bunte Blätter, prachtvolle Sonnenauf- und -untergänge und die sanfte Einkehr in die häusliche Gemütlichkeit. Kein Wunder, dass manche in den allseits bekannten – und nicht immer geliebten – Herbstblues verfallen.
Ob das Blues-Genre tatsächlich einmal im Herbst entstanden ist, bleibt offen. Fest steht jedoch: Musik macht diese Jahreszeit erträglicher, wärmer, manchmal sogar magisch. Und deshalb präsentieren wir heute unsere Top 5 der schönsten Herbstsongs. Natürlich subjektiv geprägt – aber vielleicht erkennt sich die eine oder andere Person in dieser Auswahl wieder.


Platz 5: Billy Joel – And So It Goes

Ein stiller, zarter Song aus dem Jahr 1989, der zeigt, warum Billy Joel bis heute zu den sensibelsten Geschichtenerzählern der Popmusik gehört. And So It Goes ist ein Lied über verletzliche Herzen, über das Festhalten und Loslassen, über Angst und Hoffnung zugleich. Ursprünglich schrieb Joel den Song für eine frühere Beziehung, veröffentlichte ihn aber erst Jahre später.
Mit seinem minimalistischen Arrangement – nur Klavier und Stimme – passt er perfekt in jene Herbstabende, an denen man dem prasselnden Regen lauscht und eigenen Gedanken nachhängt. Ein melancholisches, aber wunderschön warmes Stück Musik.


Platz 4: Alicia Keys – Fallin’

Alicia Keys, die Soul-Queen aus New York, gilt als eines der größten Talente ihrer Generation. Pianistin seit Kindesalter, Grammy-Garantin seit ihrem Durchbruch: Fallin’ war 2001 ihr erster Hit – und er schlug nicht nur in Brooklyn hohe Wellen.
Der Song vereint Blues, Soul und R&B zu einer Ode an die widersprüchlichen Seiten der Liebe. Keys’ kräftige, doch zerbrechliche Stimme transportiert genau jene emotionale Unruhe, die perfekt in den Herbst passt: zwischen Aufbruch und Rückzug, zwischen Verliebtsein und Schmerz. Ein moderner Klassiker, der Herzen zum Schlagen bringt – und manchmal auch schwerer werden lässt.


Platz 3: Adele – Easy On Me

Adele ist die Stimme einer Generation – kraftvoll, gefühlvoll und mit einer emotionalen Tiefe, die kaum jemand so authentisch transportieren kann. Mit Easy On Me (2021) öffnet sie ein weiteres Kapitel ihrer persönlichen Geschichte, reflektiert Trennungen, Neuanfänge und den Wunsch nach Verständnis.
Gerade im Herbst trifft diese Mischung aus Nostalgie und Verletzlichkeit besonders stark. Die klare Klaviermelodie, die ungeschminkte Offenheit ihres Gesangs und die bittersüße Melancholie machen den Song zu einem Soundtrack für jene Tage, an denen man den Nebel nicht nur draußen, sondern auch im Inneren spürt.


Platz 2: Rosenstolz – Gib mir Sonne

Rosenstolz schaffen hier etwas Seltenes: einen Herbstsong, der Trost spendet, ohne kitschig zu wirken. Gib mir Sonne ist ein Lied voller Sehnsucht, aber auch voller Wärme.
Es erinnert an vergangene Sommer, weckt Bilder von Licht, Weite und unbeschwerten Tagen – und zeigt gleichzeitig, dass gerade im Moment etwas Wunderschönes liegen kann. Der Herbst wird hier nicht als dunkle Phase gezeichnet, sondern als Pause vom Trubel, als Einladung, zu sich selbst zu finden. Ein Lied, das im Herzen bleibt und im Kopf nachhallt.


Platz 1: Des’ree – Crazy Maze

Unser Platz 1 gehört einer Künstlerin, deren Musik bis heute Lebensphilosophie in Töne verwandelt: Des’ree. Crazy Maze beschreibt das Leben als verworrenes Labyrinth – voller Zweifel, voller Herausforderungen, aber auch voller Chancen.
Gerade im Herbst, wenn viele Menschen mit Blues oder saisonaler Schwermut kämpfen, wirkt dieser Song wie ein leiser Mutmacher. Er erinnert daran, dass es nicht nur Schwarz und Weiß gibt, nicht nur richtig oder falsch. Das Leben ist komplex, aber wir wachsen an seinen Wendungen.
So wird der Herbst nicht zur dunklen Jahreszeit, sondern zu einer Zeit der Entwicklung. Ein stilles Weitergehen – manchmal mühsam, aber immer lohnend.


Fazit

Herbstmusik ist mehr als Soundtrack zu Regen und Kerzenschein. Sie kann trösten, aufwirbeln, erinnern, heilen. Unsere Top 5 sind subjektiv – aber vielleicht auch für dich eine Begleitung durch die goldene, raue, nachdenkliche und doch hoffnungsvolle Jahreszeit.

Du hast eine eigene Top 5? Dann schreibe Sie in die Kommentare, wir sind schon ganz gespannt.

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