Manchmal entstehen die ehrlichsten Songs nicht in großen Studios, sondern in stillen Momenten. So war es auch bei „I used to be crying“, dem wunderschönen Song von Olliso – einem Künstler, der es versteht, Emotionen zwischen Melancholie und Hoffnung musikalisch greifbar zu machen.
Ein Lied aus einem ruhigen Abend heraus
„Der Song ist eher zufällig entstanden – an einem ruhigen Abend mit Gitarre in der Hand“, erzählt Olliso. Gemeinsam mit Tanjenso, seiner kreativen Partnerin, die bei ihren gemeinsamen Projekten meist für die Texte verantwortlich ist, sprach er über Verlust und Versöhnung.
„Wir haben uns darüber unterhalten, wie schwer es manchmal ist, alte Wunden zu heilen – und zack, da war plötzlich eine Melodie, die einfach richtig klang.“
Es sind diese spontanen Momente, in denen Musik wie von selbst entsteht – ohne Druck, ohne Plan, aber mit einem Gefühl, das bleibt.
Vom Schmerz zur Stärke
Inhaltlich dreht sich I used to be crying um Veränderung, um das Loslassen alter Schmerzen und das Wiederfinden innerer Stärke.
„Der Song erzählt den Weg vom Weinen zum Wiederfinden, vom Loslassen zur Ehrlichkeit“, sagt Olliso. „Ich mag diese Art von Songs, die zuerst weh tun – und dann leise Hoffnung dalassen.“
Man spürt in jedem Ton, dass hier jemand singt, der den Schmerz kennt, aber gelernt hat, daraus etwas Schönes zu machen.
Stromausfall mit Gänsehautmoment
Eine besondere Anekdote gibt’s auch zur Aufnahme:
„Mitten im Mix gab’s plötzlich einen Stromausfall im Studio“, erinnert sich Olliso lachend. „Also saßen wir da, nur mit Kerzenlicht, und ich hab einfach weitergespielt. Das hatte irgendwie was Magisches – diese Ruhe, dieses kleine Chaos.“
Das Ergebnis: Ein Stück dieser improvisierten „Kerzenlicht-Version“ hat es tatsächlich in die finale Produktion geschafft. „Manchmal macht die Technik Pause, damit die Seele übernehmen kann“, sagt Olliso. Und genau das hört man – die Aufnahme trägt diese intime, warme Atmosphäre spürbar in sich.
Zwischen Singer-Songwriter und Pop
Musikalisch markiert I used to be crying für Olliso einen neuen Abschnitt.
„Bisher war ich eher im akustischen Singer-Songwriter-Bereich unterwegs – viel Gitarre, viel Nähe, wenig Schnickschnack. Mit diesem Song wollte ich mal ein bisschen mutiger werden – etwas poppiger, etwas moderner im Sound, aber trotzdem mit Herz.“
Der Song verbindet handgemachte Wärme mit moderner Klarheit, bleibt dabei aber unverkennbar Olliso – ehrlich, nahbar, echt.
Ein Blick nach vorn
Stillstehen liegt Olliso nicht. Momentan arbeitet er an einem neuen Projekt mit Sofia Portanet, der Tochter von Antonio Portanet, mit dem er bereits für La Bestia zusammengearbeitet hat. „Antonio hat damals die spanische Strophe beigesteuert – das war ein richtig schöner Moment.“
Und danach? „Nach dem Projekt mit Sofia ist eine neue EP geplant – Tanjenso und ich sind schon mitten im Schreiben. Es wird wieder ehrlich, aber vielleicht mit ein paar neuen Farben.“ I used to be crying ist kein Song, der laut schreit. Er flüstert. Er erzählt von Heilung, Veränderung und der leisen Kraft, die entsteht, wenn man sich selbst wiederfindet.
Ein Lied, das nachklingt – wie ein Kerzenlicht in einem dunklen Raum.
Hört einfach selbst und begebt euch auf diese kleine Gedanken – und Klangreise:
Weitere Informationen zu Olliso und seiner Musik unter:
https://prettynoice.com/kuenstler/olliso/


2 Antworten
Mega Song ! Unglaublich schön .. Dankeschön für
diesen Tip 🫶
Ich liebe Olliso ! Ein unglaublicher Musiker der auch noch andere wunderschöne Songs geschrieben hat. Ich hoffe er spielt irgendwann mal ein live Konzert.🙏🏼🙏🏼